Öffentlichkeitsarbeit
Immer wieder werden vom Verein Veranstaltungen für die Öffentlichkeit, z. B. im Forum M, organisiert, um die Thematik von psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen, deren spezifischer Behandlung, aber auch deren Bedürfnisse außerhalb des Klinikalltags zu beleuchten.
Genau an dieser Stelle setzt die Arbeit des Vereins an: psychisch kranke Kinder und Jugendliche müssen und wollen lernen, sich wieder zu spüren, ihre Grenzen auszutesten, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Den Alltag wieder meistern, in die Schule, in die Gruppe zurückkehren können, das stellt an die Kinder und Jugendlichen nach jeder längeren Erkrankung – sei sie körperlich und/oder psychisch – hohe Anforderungen. Und die Stigmatisierung ist leider bei psychischen Erkrankungen noch immer deutlich größer als nach einer körperlichen Erkrankung.
Das Suchtpotential neuer elektronischer Medien
Die Veranstaltung in der Gesamtschule Brand zum Thema „Das Suchtpotential neuer elektronischer Medien“ war sowohl von Eltern als auch von Fachleuten gut besucht. Der Verein Kinderseele e.V. wurde dabei intensiv von der Elternpflegschaft der Brander Gesamtschule unterstützt. Der Vortragende von der Universitätsklinik Mainz, Herr Dr. sc. hum. Dipl.-Psych. Klaus Wölfling, ist der psychologische Leiter der Ambulanz für Spielsucht. Was als harmloses Hobby beginnt, kann zur Leidenschaft werden und in einer alles bestimmenden Abhängigkeit enden. Computerspiel-, Internet- und Glücksspielsucht sind Krankheiten, die seit kurzem auch in den Katalog von Krankheiten (ICD 11) aufgenommen wurden.
In der Ambulanz für Spielsucht an der Universitätsmedizin Mainz werden sie erforscht und behandelt, das Ziel ist die Prävention, also den angemessenen Umgang mit den Medien zu untersuchen und eine Suchtentwicklung zu verhindern.
Im Internet sind zahlreiche Beiträge zu diesem Thema veröffentlicht, auch einige seriöse Studien. Wer sich weiter informieren möchte, kann unter Eingabe des Namens von Dr. Wölfling und des Stichworts „Spielsucht“ im Netz etliche Vorträge und Beiträge finden.
Bisherige Veranstaltungen im Forum M
- „Was macht unsere Kinder krank? Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen“
Referenten: Prof. Dr. Andreas Warnke (Würzburg) und Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann (Aachen) - „Zwischen Einsamkeit und Hoffnung: Wie Kinder und Jugendliche ihre Krankheit erleben“
Referent: Prof. Dr. med. Dr. phil. Helmut Remschmid (Marburg) - „Gratwanderung und Grenzverletzung“
Referenten: Dr. med. Oliver Bilke-Hentsch (Schweiz) zum Thema Internetsucht und Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann (Aachen) zum Thema Anorexie - „Hoffnung für traumatisierte Kinder und Jugendliche“
Vortragende: Dr. phil. Dipl.-Psych. Michael Simons sowie Robert Wagner und Guido Möbus zur Veranschaulichung traumapädagogischer Methoden - „Schule und Kinderpsychiatrie: Herausforderungen in Zeiten von G8 und Inklusion“
Vortragender: Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Martin Holtmann (Hamm)
Weiterführender Bericht zur G8-Thematik: Turboabitur G8 schränkt Jugendliche ein und macht krank.
Konzert im Franz – Tanztherapie
Die Idee zu dem Konzert kam von zwei Mitarbeitern der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die semiprofessionell Musik machen. Letztlich heizten drei Bands im „Franz“ in Aachen das Publikum bei den ohnehin schon heißen Außentemperaturen kräftig ein.